André Bossuroy



„Die Bilder der Gesellschaft, die wir produzieren, sind die der Gesellschaft, die wir aufbauen.“

André Bossuroy | Regisseur

Nach dem Beginn seiner Karriere als Bauingenieur in der Biotechnologie wählte André Bossuroy einen filmischen Weg, indem er zur Filmproduktion überging. André entwickelt interkulturelle Projekte, die auf der Produktion von Dokumentarfilmen und interdisziplinären Bildungsworkshops mit Künstlern und Jugendlichen basieren. Seine Filme werden auf ARTE.tv, RTBF, VRT und anderen europäischen Fernsehsendern ausgestrahlt.

Seit 1999 bieten seine Aktivitäten zahlreichen jungen Europäern die Möglichkeit, die Welt zu bereisen und die Rolle des Bürger-Reporters zu übernehmen. Ihre Berichte sind eine Einladung, ein besseres Verständnis für unsere europäische Gesellschaft, ihre Vergangenheit, ihre Lebensweisen, ihre Institutionen, ihre Fragen und ihre Fragilitäten zu gewinnen.



Die historischen Dokumentarfilme des Regisseurs

Im Jahr 2012 wurde der Film von Bossuroy „Etty Hillesum, The Convoi“ als Teil der 25 ikonischen Projekte (Seiten 60–61) des Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Kommission ausgewählt.

Weitere Fernsehproduktionen folgten: „Ich bin“ (2012) über die Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ mit Hans und Sophie Scholl (Deutschland), den Maquis du Vercors und die Rafle du Vel d'Hiv (Frankreich) sowie das Massaker im Katyn-Wald (Russland); Die Mauern von Warschauw (2014) über den Warschauer Aufstand von 1944; 30 Jahre später, der Fall der Berliner Mauer (ARTE 2019).

 


Anlässlich des Internationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust im Jahr 2026 produziert Bossuroy einen Dokumentarfilm, der vom belgischen öffentlich-rechtlichen Sender RTBF ausgestrahlt wird, L'ombre et le Juste, über das Leben eines versteckten jüdischen Kindes.


Dieser Film stellt das erste Pilotprojekt von Living Memorials vor, das zwischen 2020 und 2022 mit Unterstützung der EVZ-Stiftung und des deutschen Auswärtigen Amtes im Rahmen des Programms Young People Remember durchgeführt wurde. Das Projekt untersucht das Konzept der „lebendigen Denkmäler“ in einem interdisziplinären Ansatz, der Geschichte, Kunst und Vermittlung verbindet und junge Menschen, Lehrkräfte, Künstler:innen sowie internationale Expert:innen einbezieht. Es stützt sich auf zwei sich ergänzende Erinnerungsorte: das Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin als Symbol der Planung des Holocaust sowie die mit den jüdischen Bielski-Partisanen verbundenen Orte rund um Nowogródek in Belarus, die den jüdischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg veranschaulichen.