LIVING MEMORIALS: {Re}vitalize Digital History!

Die App wurde auf der Grundlage der Ergebnisse des Projekts Living Memorials: {Re}vitalize Digital History! entwickelt. Das Projekt basiert auf einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen André Bossuroy, dem Gesamtkoordinator des Projekts, und dem Künstler Roman Kroke, der als pädagogischer und künstlerischer Leiter eingebunden ist.

Ein künstlerischer Ansatz

Der in der App entwickelte künstlerische Ansatz basiert auf der von Roman Kroke entwickelten Methode MATRIX – Metapher X und nutzt Kunst als Instrument für kritische Analyse, historische Reflexion und Sensibilisierung für zeitgenössische gesellschaftliche Herausforderungen, insbesondere für Online-Hassrede. Dieser künstlerische Ansatz wird durch einen Dokumentarfilm des belgischen Regisseurs André Bossuroy erweitert. Der Film baut auf einem weiteren zentralen Pfeiler des pädagogischen Konzepts auf, dem Ansatz des Citizen Reporters. Jugendliche werden als aktive Akteurinnen und Akteure in den audiovisuellen Produktionsprozess eingebunden, im Rahmen einer begleiteten Ko-Kreation. Dies fördert die aktive Auseinandersetzung mit Geschichte, die Entwicklung kritischen Denkens und den Ausdruck von Bürgersinn.

Ein Werkzeug im Einklang mit aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen

In Belgien entspricht die App den Zielsetzungen des Parcours d’Éducation Culturelle et Artistique (PECA) und fügt sich in die Ziele des Gemeinsamen Kerncurriculums ein, einem zentralen Bestandteil des Pakts für exzellente Bildung in der Föderation Wallonien-Brüssel. Sie bietet Lehrkräften ein konkretes Instrument, um künstlerische und kulturelle Ansätze fächerübergreifend zu integrieren – von der frühkindlichen Bildung bis zum Ende der Schulpflicht.

In Frankreich soll der künstlerische und kulturelle Bildungsweg (PEAC) allen jungen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen, durch Begegnungen mit Künstlern und Werken, künstlerische Praxis sowie den Erwerb kultureller Kenntnisse und kritischen Denkens.

In Deutschland wird die kulturelle und künstlerische Bildung durch vielfältige schulische und außerschulische Initiativen gefördert. Sie ist dezentral organisiert und verfügt über kein einheitliches nationales Programm vergleichbar mit dem französischen PEAC.

Partner in Belgien, Frankreich und Deutschland

Die Entwicklung der App wurde durch Aktivitäten im Rahmen lokaler Kooperationen unterstützt, die pädagogische Erprobungen und die praktische Anwendung der vorgeschlagenen Werkzeuge ermöglichten. Studierende sowie ihre Lehrkräfte arbeiteten an zwei Pilotstandorten: der Gedenkstätte für Zwangsarbeiter des Unternehmens Bayer (IG Farben während des Zweiten Weltkriegs) in Leverkusen (Deutschland) sowie der Gedenkstätte Ascq-1944 in Villeneuve d’Ascq (Frankreich).

Assoziierte Partner

Mediel, gemeinnütziger Verein (Belgien)

Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V., Leverkusen (Deutschland)

Société Historique de Villeneuve d’Ascq (Frankreich)

Partnerschulen

Institut für Kunst, Technik, Wissenschaften und Handwerk (IATA), Namur (Belgien)

Collège Camille Claudel und Lycée Raymond Queneau, Villeneuve d’Ascq (Frankreich)

Lise-Meitner-Gymnasium und Marienschule, Leverkusen (Deutschland)

 

Kontakt

André Bossuroy (Generalkoordinator)

Roman Kroke (Pädagogischer und künstlerischer Leiter)

Webkontakt: André Bossuroy



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